
Ein zentraler Faktor ist laut der Studie im Fachmagazin Plos One die ”Versuchung” - ein subjektiv empfundener Drang, online zu gehen. Der wird in bestimmten Situationen so stark, dass es schwierig wird zu widerstehen, zum Beispiel wenn Leute Stress abbauen und ihre Laune aufhellen wollen. Dieses Wissen sei wichtig für bessere Präventions- und Behandlungsstrategien, heißt es weiter: Es könne wirksamer sein, Menschen dabei zu unterstützen, Momente der Versuchung zu erkennen und sie zu bewältigen, als sich ausschließlich auf Stress oder Stimmung zu konzentrieren.
So wurde getestet
Die Forschenden hatten drei Jahre lang zunächst mehr als 1.200 Erwachsene zu ihrem Internet-Verhalten befragt. Rund 900 von ihnen - unterteilt in Gruppen mit unproblematischer, riskanter und pathologischer Internetnutzung - wurden danach zwei Wochen intensiv begleitet. Sie machten jeden Abend Angaben zu Stimmung, Stressniveau und der Versuchung, online zu gehen, sowie zur Nutzungsdauer und zu den Folgen. Außerdem wurde erfasst, ob sie Freude oder Erleichterung empfanden und andere Aktivitäten vernachlässigten.
Diese Nachricht wurde am 30.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
