Ostsee
Versunkene Siedlung aus der Steinzeit entdeckt

In der dänischen Ostsee haben Taucher Reste einer Steinzeitsiedlung am Meeresgrund gefunden. Unter anderem entdeckten sie Tierknochen, Steinwerkzeuge, Pfeilspitzen und einen Robbenzahn.

    Das Bild zeigt einen Taucher, der unter Wasser archäologische Funde mit einer Taschenlampe untersucht.
    Taucharbeiten zu Forschungszwecken in der Bucht von Aarhus (AP / Søren Christian Bech)
    Der Fundort liegt in der Bucht von Aarhus. Das Ganze ist Teil eines internationalen Forschungsprojekts. Dabei werden Teile des Meeresbodens in der Ost- und Nordsee kartiert. Unter anderem ist das Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung an dem Projekt beteiligt, dass Fördermittel der Europäischen Union erhält.
    Laut den Forschenden war die Siedlung vor mehr als 8.500 Jahren vom Wasser "verschluckt" worden. Damals sei der Meeresspiegel um etwa zwei Meter pro Jahrhundert gestiegen. Riesige Eisschilde aus der letzten Eiszeit schmolzen, wodurch Siedlungen aus der Steinzeit überflutet wurden und die Jäger und Sammler ins Landesinnere drängten.
    Auch heute steigt der Meeresspiegel durch den Klimawandel wieder. Deswegen hoffen die Forschenden, bei dem Projekt Hinweise zu finden, wie sich die Küstenlinien damals veränderten und wie die Menschen damit umgegangen sind.
    Diese Nachricht wurde am 27.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.