Krakau
Verteidigungsminister beraten über russische Bedrohung

Im polnischen Krakau haben die Verteidigungsminister von Deutschland, Frankreich, Polen, Italien und Großbritannien über Bedrohungen für die Sicherheit gesprochen.

    Bundesverteidigungsminister Pistorius steht beim Treffen der E5-Gruppe in Krakau vor einer weißen Wand mit dem Logo der Gruppe.
    Bundesverteidigungsminister Pistorius beim Treffen der E5-Gruppe in Krakau (picture alliance / Sipa USA / Arena Akcji)
    Der deutsche Ressortchef Pistorius erteilte im Anschluss Überlegungen zu einer Beteiligung der Bundesrepublik an nuklearer ‌Abschreckung eine Absage. Der SPD-Politiker sagte, diese werde in Europa auf absehbare Zeit von den USA gewährleistet. Europa müsse im ⁠Gegenzug jedoch mehr Verantwortung ‌bei der konventionellen Rüstung und Abschreckung übernehmen. Pistorius verwies auf geltende Verträge gegen deutsche Atomwaffen. Zudem werde die Welt nicht sicherer durch noch mehr nukleare Waffen an weiteren Orten.
    Zuletzt hatte Bundeskanzler Merz in einem Interview erklärt, er könne sich die Ausweitung der nuklearen Teilhabe in Europa vorstellen, wie sie bereits mit den USA besteht. Dazu könnten Bundeswehr-Flugzeuge im Ernstfall etwa auch mit französischen oder britischen Atombomben bestückt werden.
    Diese Nachricht wurde am 20.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.