Jahrestag der russischen Invasion
Verteidigungsminister Pistorius setzt auf Durchhaltevermögen für die Ukraine

Zum vierten Jahrestag der russischen Invasion sieht Bundesverteidigungsminister Pistorius die Unterstützer der Ukraine weiterhin in der Pflicht, dem Land beizustehen und Stärke zu zeigen.

    Bundesverteidigungsminister Pistorius steht  vor einer weißen Wand mit blauem Logo, er trägt eine gestreifte Krawatte.
    Bundesverteidigungsminister Pistorius. (picture alliance / Sipa USA / Arena Akcji)
    Der Krieg sei ein Abnutzungskrieg geworden, von dem in absehbarer Zeit keine Entscheidung zu erwarten sei, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Ein Frieden durch Verhandlungen könne aber nur durch Stärke erreicht werden.
    Pistorius verwies auf eine zunehmend schwierige wirtschaftliche Situation Russlands und sagte, jetzt sei der Zeitpunkt, erst recht Kurs zu halten. Der ukrainische Präsident Selenskyj sagte in einer Fernsehansprache, Präsident Putin habe seine Ziele nicht erreicht. Er habe das ukrainische Volk nicht gebrochen. Selenskyj will heute per Videoschalte auch zu den Abgeordneten des EU-Parlaments sprechen. EU-Ratspräsident Costa, der sich wie Kommissionspräsidentin von der Leyen in Kiew aufhält, würdigte den Mut und die Widerstandskraft des ukrainischen Volkes. Von der Leyen erklärte, der Besuch solle zeigen, dass Europa auch durch diesen harten Winter hindurch finanziell und militärisch unerschütterlich zur Ukraine stehe. Die sogenannte "Koalition der Willigen" will heute über die weitere Unterstützung Kiews beraten. In Berlin fand unter Teilnahme von Bundespräsident Steinmeier ein Friedensgebet statt.
    Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.