Archiv

Deutsche Waffen im russischen Grenzgebiet
Verteidigungsminister Pistorius spricht von strategischer Lage-Anpassung im Ukrainekrieg

Verteidigungsminister Pistorius hat die Entscheidung der Bundesregierung, der Ukraine den Einsatz deutscher Waffen gegen militärische Ziele in Russland zu erlauben, als richtig bezeichnet.

    Chisinau: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, M) und seine Delegation trifft sich zu einem Gespräch mit seinem moldauischen Kollegen Anatolie Nosatii (r). Sie sitzen sich an einem Tisch gegenüber.
    Pistorius besucht Moldau - dort äußert er sich zum Einsatz deutscher Waffen im russischen Grenzgebiet. (Jörg Blank / dpa / Jörg Blank)
    Dies sei eine strategische Anpassung an die Lage, sagte Pistorius bei einem Besuch in der moldauischen Hauptstadt Chisinau. Laut einer Mitteilung der Bundesregierung darf die Ukraine deutsche Waffen zur Abwehr russischer Angriffe auf die ostukrainische Stadt Charkiw einsetzen, auch wenn militärische Ziele im russischen Grenzgebiet liegen. Dies erfolge in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht, hieß es. Russland habe zuletzt von dort aus seine Angriffe auf die ukrainische Millionenstadt Charkiw vorbereitet. Regierungssprecher Büchner betonte, Deutschland werde nicht Kriegspartei. Gestern hatten bereits die USA den Einsatz amerikanischer Waffen im russischen Grenzgebiet erlaubt. NATO-Generalsekretär Stoltenberg begrüßte Washingtons Entscheidung.
    Der Kreml in Moskau behauptete, die Ukraine habe bereits versucht, Ziele auf russischem Territorium mit US-Waffen zu treffen.
    Diese Nachricht wurde am 31.05.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.