Ukraine
Verteidigungsminister Pistorius zu Gesprächen in Kiew

Bundesverteidigungsminister Pistorius ist zu Gesprächen über einen Ausbau der Rüstungskooperation in der Ukraine eingetroffen. Der SPD-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur in Kiew, es solle um die gemeinsame Entwicklung unbemannter Waffensysteme aller Reichweiten gehen.

    Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, wird von Heiko Thoms, deutscher Botschafter in der Ukraine, auf dem Hauptbahnhof in Kiew begrüßt.
    Verteidigungsminister Pistorius ist in die Ukraine eingetroffen. (picture alliance/dpa/Kay Nietfeld)
    Das betrifft etwa die Fähigkeit, Angriffsziele weit im Hinterland eines gegnerischen Landes zerstören zu können. Pistorius hält es nach eigenen Worten für nötig, gerade im Bereich der weitreichenden Waffen noch sogenannte Fähigkeitslücken der europäischen NATO-Partner zu schließen. Die Ukraine-Reise des Ministers war aus Sicherheitsgründen vorher nicht öffentlich angekündigt worden.
    Um einen Mangel an weitreichenden Waffen auszugleichen, hat die Ukraine in der Abwehr gegen den russischen Angriffskrieg umfangreiche Eigenentwicklungen gemacht. Sie gilt inzwischen als ein weltweit führendes Land beim Einsatz von Drohnen.
    Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.