
Ein Gericht hat nach Angaben des Menschenrechtszentrums Prodh die Herausgabe fehlender Geheimdienstinformationen angeordnet. Dabei soll es sich um 853 Seiten handeln, deren Existenz die Armee bislang geleugnet habe. Centro Prodh, das die Angehörigen der Studenten rechtlich vertritt, erwartet vom Inhalt der nun freizugebenden Dokumente weitere Schritte zur Aufklärung des Falles.
Im September 2014 hatten korrupte Polizisten die Studenten eines linken Lehrerseminars verschleppt und einem Drogenkartell übergeben. Auch Soldaten sollen verwickelt gewesen sein. Der Fall wurde nicht vollständig aufgeklärt, obwohl zahlreiche Verdächtige festgenommen wurden. Nur Knochenteile von drei der jungen Männer wurden bislang gefunden. Eine Wahrheitskommission stufte die Tat vor vier Jahren als Staatsverbrechen ein.
Diese Nachricht wurde am 05.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
