Mexiko
Verteidigungsministerium muss weitere Akten zu verschwundenen Studenten freigeben

In Mexiko muss das Militär weitere Akten im Fall der seit 2014 vermissten 43 Studenten offenlegen.

    Mexiko-Stadt: Jugendliche nehmen 2024 an einer Demonstration anlässlich des 10. Jahrestages des Verschwindens von 43 Studenten teil.
    Gedenken an verschwundene Studenten in Mexiko (Archivbild). (Jon Orbach / AP / dpa / Jon Orbach)
    Ein Gericht hat nach Angaben des Menschenrechtszentrums Prodh die Herausgabe fehlender Geheimdienstinformationen angeordnet. Dabei soll es sich um 853 Seiten handeln, deren Existenz die Armee bislang geleugnet habe. Centro Prodh, das die Angehörigen der Studenten rechtlich vertritt, erwartet vom Inhalt der nun freizugebenden Dokumente weitere Schritte zur Aufklärung des Falles.
    Im September 2014 hatten korrupte Polizisten die Studenten eines linken Lehrerseminars verschleppt und einem Drogenkartell übergeben. Auch Soldaten sollen verwickelt gewesen sein. Der Fall wurde nicht vollständig aufgeklärt, obwohl zahlreiche Verdächtige festgenommen wurden. Nur Knochenteile von drei der jungen Männer wurden bislang gefunden. Eine Wahrheitskommission stufte die Tat vor vier Jahren als Staatsverbrechen ein.
    Diese Nachricht wurde am 05.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.