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StartseiteFormate des PolitischenAusblick: #formate1812.09.2018

VideoAusblick: #formate18

Vier Fragen an Stephan Detjen zur diesjährigen Ausgabe der Formate des Politischen.

Die diesjährige Ausgabe steht unter dem Leitthema ‚Glaubwürdigkeit und Legitimation‘. Warum haben Sie sich gerade für dieses Thema entschieden?

Politik und Medien werden nicht nur wegen bestimmter Entscheidungen oder konkreter Berichterstattung kritisiert. Es werden auf einer grundsätzlichen Ebene Institutionen infrage gestellt, die wir als unverzichtbar für das Funktionieren der Demokratie verstehen. Wir müssen daher verstehen, worauf sich unsere Legitimation eigentlich begründet. Glaubwürdigkeit ist für Medien die wichtigste Voraussetzung dafür. Man kann sie nicht mehr einfach behaupten, sondern muss sich jeden Tag neu erarbeiten.

Welche Perspektiven und Fragestellungen stehen besonders im Fokus?

Ein roter Faden im Programm ist die Auflösung traditioneller Bindungen zwischen Politik, Medien und Bürgern. Viele Menschen in der immer heterogeneren Gesellschaft finden sich und ihre Lebenswirklichkeit nicht mehr in der Art und Weise wieder, wie wir über Politik sprechen. Wir setzen uns mit dem Vorwurf auseinander, in einer "Berliner Blase" zu leben und wir schauen uns Beispiele dafür an, wie Medien ihren Blick auf das Leben außerhalb urbaner Ballungsräume schärfen.

Die Tagung findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt, und sie wird vom Publikum stets sehr gut angenommen. Was zeichnet diese Konferenz gegenüber anderen aus?

Es freut mich, dass wir oft gefragt wurden, ob die Konferenz auch in diesem Jahr wieder stattfindet. Es gibt bei allen Beteiligten – Bürgern, Journalisten, Politikern – ein starkes Bedürfnis, gemeinsam darüber nachzudenken, was in unseren politischen Diskursen gerade passiert. Dafür schaffen wir in der Bundespressekonferenz einen Raum.

Auf welche Panels und Sprecher sind Sie bei den Formaten des Politischen 2018 besonders gespannt? 

Ich freue mich sehr auf das Auftaktgespräch zwischen Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und dem österreichischen Schriftsteller Robert Menasse. Begegnungen sind wichtig, damit wir nicht in eingefahrenen Denk- und Sprechmustern verharren. Das könnte ein inspirierender Impuls für die ganze Tagung sein.

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