
Der italienische Außenminister Tajani erklärte, der Ausschnitt mit der Überschrift "Willkommen in Israel" verstoße gegen - Zitat - jeden elementaren Schutz der Menschenwürde. Er bestellte wie auch sein französischer Kollege Barrot den israelischen Botschafter ein. Der deutsche Botschafter in Israel, Seibert, bezeichnete den Vorgang als inakzeptabel. US-Botschafter Huckabee sprach von einer "dummen Aktion", mit der Ben-Gvir die Würde Israels betrogen habe.
Auch aus der israelischen Politik kam Unverständnis. Außenminister Saar nannte das Video einen beschämenden Auftritt, der dem Staat schade. Regierungschef Netanjahu schrieb, Ben-Gvirs Umgang mit den Aktivisten entspreche nicht den Werten und Normen Israels. Gleichzeitig betonte er, dass Israel ein Recht darauf habe, Schiffe am Erreichen des Gazastreifens zu hindern.
Die israelische Marine hat die rund 400 Aktivisten der internationalen Gaza-Hilfsflotte in den israelischen Hafen von Aschdod gebracht. Dort sollten sie sich mit ihren konsularischen Vertretern treffen.
Diese Nachricht wurde am 20.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
