
In dem Video ist gut zu erkennen, wie zwei Männer im Apollosaal des Louvre zu den Schmuckvitrinen stürmen und dort das Glas mit Trennschleifern und Fausthieben einschlagen, bevor sie in aller Eile nach den Schmuckstücken greifen. Einer der Männer trägt eine neongelbe Warnweste und eine Sturmhaube, der andere einen Motorradhelm. Als die beiden die Beute in die Taschen gesteckt haebn, laufen sie zurück zum Balkon, über den sie mit Hilfe eines Lastenaufzugs in das Museum eingedrungen waren.
Zu sehen sind auch vier Aufseher, die die Szene aus wenigen Metern Entfernung beobachten. Einer von ihnen ergreift einen für Absperrungen vorgesehenen Metallständer und macht ein paar Schritte auf die Täter zu, zieht sich dann aber unentschlossen wieder zurück.
Der Einbruch dauerte nach Angaben der Ermittler nur wenige Minuten. Die alarmierten Sicherheitskräfte kamen zu spät, um die Diebe zu stoppen. Die Pariser Staatsanwaltschaft hatte zuletzt erklärt, Befragungen der Festgenommen hätten keine neuen Erkenntnisse gebracht. Unklar ist demnach weiterhin, ob es Auftraggeber gab.
Bei dem Einbruch am 19. Oktober hatten die Diebe Kronjuwelen im materiellen Wert von etwa 88 Millionen Euro und unschätzbarem historischen Wert gestohlen. Bei ihrer Flucht verloren sie eine Krone. Acht weitere Schmuckstücke bleiben verschwunden, darunter eine mit Smaragden und Diamanten besetzte Kette, die Napoleon Bonaparte seiner zweiten Ehefrau Marie-Louise geschenkt hatte. Experten gehen davon aus, dass Hehler die Edelsteine herausgebrochen und das Gold eingeschmolzen haben.
Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
