
In dem bekannt gewordenen Papier plädiert der Wirtschaftsflügel der CDU dafür, den Rechtsanspruch auf Teilzeit nur noch in bestimmten Fällen gelten zu lassen - etwa für die Erziehung von Kindern, die Pflege von Angehörigen und Weiterbildungen. Zur Begründung wird auf den Fachkräftemangel verwiesen. Über den Antrag soll auf dem Bundesparteitag im Februar abgestimmt werden.
Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Schmidt sagte dem Handelsblatt, das Schleifen hart erkämpfter Arbeitnehmerrechte nütze Wirtschaft und Wachstum nicht. Linken-Fraktionschef Pellmann betonte, es sei dreist, die Menschen dazu zu zwingen, für Teilzeitgründe um Erlaubnis zu bitten, für deren Ursache oft Politik oder schlechte Arbeitsbedingungen verantwortlich seien. Der Grünen-Politiker Grau kritisierte, der gewählte Begriff "Lifestyle-Teilzeit" sei respektlos gegenüber hart arbeitenden Menschen.
Kritik kommt auch aus der CDU selbst. Der Vorsitzende des Sozialflügels, Radtke, sagte den Funke-Medien, damit wieder mehr Menschen in Vollzeit arbeiteten, müsse man die Rahmenbedingungen bei der Kinderbetreuung und der Pflege verbessern.
Diese Nachricht wurde am 25.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
