Arbeitszeit
Viel Kritik am CDU-Vorstoß zu Rechtsanspruch auf Teilzeit

Der Vorstoß der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, den Rechtsanspruch auf Teilzeit in Deutschland einzuschränken, hat parteiübergreifend Kritik ausgelöst.

    Arbeitsvertrag, Teilzeitarbeitsvertrag : Ein Vordruck für einen Teilzeitvertrag liegt auf dem Tisch. Darunter ein Formdruck über die Arbeitsstunden.
    CDU-Vorstoß zum Recht auf Teilzeit stößt auf viel Kritik. (IMAGO/Rüdiger Wölk)
    Der Wirtschaftsflügel der CDU plädiert dafür, den Rechtsanspruch auf Teilzeit nur noch in bestimmten Fällen gelten zu lassen - etwa für die Erziehung von Kindern, die Pflege von Angehörigen und Weiterbildungen. Begründet wird der Vorstoß unter anderem mit dem Fachkräftemangel.
    Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Schmidt warf dem CDU-Flügel Misstrauen gegenüber der arbeitenden Bevölkerung vor. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Grau betonte, viele Menschen wünschten sich, mehr arbeiten zu können, scheiterten aber oft an fehlenden Angeboten zur Kinderbetreuung. Andere arbeiteten in Teilzeit wegen einer Krankheit oder einer hohen Belastung im Beruf. Ähnlich äußerte sich Linken-Fraktionschef Pellmann. Kritik kommt auch aus der CDU selbst. Der Vorsitzende des Sozialflügels, Radtke, sagte den Funke-Medien, damit wieder mehr Menschen in Vollzeit arbeiteten, müsse man die Rahmenbedingungen bei der Kinderbetreuung und der Pflege verbessern.
    Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.