Gelockerte US-Sanktionen gegen russisches Öl
Viel Kritik aus Europa - Bundeskanzler Merz: "Falsche Entscheidung"

Bundeskanzler Merz hat die Entscheidung der US-Regierung zu einer vorübergehenden Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl kritisiert.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (links im Bild) und Jonas Gahr Støre (rechts), der Ministerpräsident von Norwegen, stehen vor der Raketenstartrampe im Andoya Space Port und unterhalten sich.
    Bundeskanzler Friedrich in Norwegen mit Ministerpräsident Jonas Gahr Støre (Soeren Stache / dpa / Soeren Stache)
    Merz sagte bei einem Besuch in Norwegen, innerhalb der G7-Gruppe sei man sich mit Ausnahme der USA einig, dass das nicht richtig sei. Von Washington und Israel mahnte er eine Strategie für eine Beendigung des Kriegs mit dem Iran an. Mit jedem Kriegstag stellten sich mehr Fragen, als Antworten gegeben würden, so Merz.
    EU-Ratspräsident Costa nannte die Lockerung der US-Sanktionen gegen Russland eine besorgniserregende Entscheidung. Der ukrainische Präsident Selenskyj warf der US-Regierung vor, Russlands Position im Angriffskrieg gegen sein Land zu stärken. Er sagte bei einem Treffen mit Frankreichs Präsident Macron, durch den Verkauf von Öl könne Russland weitere Waffenkäufe finanzieren. Macron betonte, es handele sich nicht um eine generelle Abkehr von den Strafmaßnahmen. - Der Kreml in Moskau erklärte, die Vereinigten Staaten erkennten das Offensichtliche an: Ohne russisches Öl könne der globale Energiemarkt nicht stabil bleiben.
    Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.