Bericht
Viele Länder durch hohe Staatsschulden belastet

In Asien, Afrika und Lateinamerika haben viele Staaten immer größere Probleme mit hohen Schulden.

    Das von der chinesischen Staatsagentur Xinhua verbreitete Bild zeigt das Chaos nach den gewaltsamen Unruhen, die durch einen Taxifahrerstreik in Luanda, der Hauptstadt Angolas, ausgelöst wurden.
    Menschen in Angola - hier in der Hauptstadt Luanda - leider unter der Staatsverschuldung. (Julio Kikebu / XinHua / dpa / Julio Kikebu)
    44 Länder müssten bis 2028 jeweils mindestens 15 Prozent ihrer staatlichen Einnahmen an ausländische Gläubiger abführen, teilten die Organisationen Misereor und erlassjahr.de mit. Die beiden afrikanischen Staaten Angola und Senegal müssten dafür sogar jeweils 60 Prozent ihrer Staatseinnahmen aufwenden. In Deutschland liege diese Quote bei rund zwei Prozent.
    Beide Organisationen verwiesen darauf, dass die Zahlungsverpflichtungen den Handlungsspielraum der betroffenen Staaten etwa mit Blick auf Armutsbekämpfung, Bildung und das Gesundheitssystem verringerten. Sie forderten eine Neugestaltung der internationalen Schulden- und Finanzarchitektur mit verbindlichen Mechanismen zur Schuldenstreichung.
    Diese Nachricht wurde am 28.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.