
44 Länder müssten bis 2028 jeweils mindestens 15 Prozent ihrer staatlichen Einnahmen an ausländische Gläubiger abführen, teilten die Organisationen "Misereor" und "erlassjahr.de" mit. Die beiden afrikanischen Staaten Angola und Senegal müssten dafür sogar jeweils 60 Prozent ihrer Staatseinnahmen aufwenden. In Deutschland liege diese Quote bei rund zwei Prozent.
Beide Organisationen verwiesen darauf, dass die Zahlungsverpflichtungen den Handlungsspielraum der betroffenen Staaten etwa mit Blick auf Armutsbekämpfung, Bildung und das Gesundheitssystem verringerten. Sie forderten eine Neugestaltung der internationalen Schulden- und Finanzarchitektur mit verbindlichen Mechanismen zur Schuldenstreichung.
Diese Nachricht wurde am 28.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
