
Diese konnten in den Versuchen anonym lügen, um sich selbst Vorteile zu verschaffen - Konsequenzen hatte das nicht. Gleichzeitig sollten sie einschätzen, wie oft die anderen Teilnehmenden wohl betrügen würden. Das Ergebnis: Die meisten rechneten mit viel mehr Lügen. Im Schnitt überschätzten sie die Unehrlichkeit der anderen um fast 14 Prozentpunkte. Insgesamt überschätzten fast zwei Drittel der Befragten, wie häufig andere lügen, nur etwa ein Viertel unterschätzte es.
Die Forscher erklären, dass diese pessimistische Sicht Folgen haben kann: Wer andere für unehrlicher hält, ist eher für strengere Kontrollen, etwa am Arbeitsplatz. Bekommen die Leute aber Daten über die tatsächliche Ehrlichkeit, steigt ihr Vertrauen in andere.
Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
