
Stürmer sagte im Deutschlandfunk, bei dem Erreger, der für die Erkrankungen auf der MV Hondius verantwortlich sei, handele es sich um den einzigen Hantavirusstamm, bei dem eine Übertragbarkeit von Mensch zu Mensch bekannt sei. Zudem sei ein sehr enger Kontakt wie auf einem Kreuzfahrtschiff Voraussetzung für die Übertragung.
Ansteckung im Alltag unwahrscheinlich
Im Alltag sei eine Ansteckung unwahrscheinlich. Beim Großteil der Hantavirenstämme sind Stürmer zufolge die Ausscheidungen von Nagetieren wie Mäusen der wahrscheinliche Weg der Ansteckung. Sie würden etwa beim Ausfegen der Gartenhütte als Staub aufgewirbelt und eingeatmet. In unseren Breitengraden verliefen die Infektionen eher mild, entsprechend gebe es kaum Druck, Medikamente oder Impfstoffe gegen die Infektion zu entwickeln.
Quarantäne sinnvoll
Dass sich die Kreuzfahrtpassagiere in eine wochenlange häusliche Quarantäne begeben müssten, hält der Virologe für sinnvoll. Angesichts der geringen Übertragbarkeit des Virus sei die Quarantäne als Maßnahme aber ausreichend. Er gehe auch nicht davon aus, dass die vor Abreise negativ getesteten Passagiere auf ihrer Heimreise weitere Personen angesteckt hätten.
Das ganze Interview mit Martin Stürmer: Hantavirus: Alles unter Kontrolle?
Diese Nachricht wurde am 12.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
