Tote auf Kreuzfahrtschiff
Virologe Sieben hält größere Hantavirus-Ausbreitung für unwahrscheinlich

Nach dem Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff hält der Virologe Christian Sieben eine größere Ausbreitung für unwahrscheinlich.

    Das Bild zeigt eine Luftaufnahme des Kreuzfahrtschiffs im Meer.
    Das betroffene Kreuzfahrtschiff vor dem Hafen von Praia (AFP)
    Er sehe keine Anzeichen dafür, dass es eine Vielzahl von Ansteckungen gebe, sagte der Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung im Deutschlandfunk. Das Hantavirus verhält sich Sieben zufolge grundlegend anders als etwa Sars-CoV-2, das die Coronapandemie ausgelöst hatte. Es werde deutlich seltener von Mensch zu Mensch übertragen. Ähnlich hatte sich der Tropenmediziner Jonas Schmidt-Chanasit geäußert. Das Hantavirus sei im Vergleich zu Corona viel weniger ansteckend, erklärte er im Podcast ”Unboxing News” von Deutschlandfunk Nova. Zu Ansteckungen komme es nur bei engen, länger anhaltenden Kontakten. Das Hantavirus löst schwerwiegende Erkrankungen aus, die laut Sieben in 20 bis 50 Prozent der Fälle tödlich sind.
    Auf dem Kreuzfahrtschiff im Atlantik gibt es mehrere Infektionen. Drei Menschen starben. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass sich Passagiere vor ihrem Bordgang in Argentinien angesteckt haben.
    Diese Nachricht wurde am 07.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.