Bundesanwaltschaft
Völkermord in Ruanda von 1994: Festnahme in Hessen

Die Bundesanwaltschaft hat im Zusammenhangt mit dem Völkermord in Ruanda von 1994 einen Mann in Hessen festnehmen lassen.

    Fotos zeigen in Ruandas Hauptstadt Kigali Opfer des Genozids.
    Im Zusammenhang mit dem Völkermord in Ruana wurde in Hessen ein Mann festgenommen (Archivbild). (picture alliance / dpa / Dai Kurokawa)
    Er soll als Assistent eines Bürgermeisters die Ermordung von insgesamt 25 Menschen angeordnet haben, wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Bereits zuvor habe der Mann dazu aufgerufen, die Volksgruppe der Tutsi zu vernichten und entsprechende Todeslisten für seine Ortsgemeinde anlegen lassen.
    In nur 100 Tagen ermordeten Angehörige der Hutu-Volksgruppe, die die Mehrheit in dem ostafrikanischen Land stellen, vor 32 Jahren einen Großteil der Tutsi-Minderheit. Schätzungsweise 800.000 bis eine Million Menschen starben.
    Diese Nachricht wurde am 01.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.