
Erste Hochrechnungen sollen in etwa einer halben Stunde vorliegen. Das Referendum war von der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei initiiert worden. Die SVP will die aus ihrer Sicht unkontrollierte Zuwanderung einschränken. Derzeit hat die Schweiz etwa 9,1 Millionen Einwohner. Würde die Initiative angenommen, müssten ab einer Einwohnerzahl von 9,5 Millionen Maßnahmen im Asylbereich und beim Familiennachzug ergriffen werden. Sollte das nicht ausreichen, soll auch die mit der EU vertraglich geregelte Freizügigkeit beendet werden. Die Regierung und die meisten anderen Parteien lehnen eine Bevölkerungs-Obergrenze ab und warnen vor gravierenden Folgen für das Verhältnis zur EU.
In einer weiteren Volksabstimmung entschieden die Schweizerinnen und Schweizer über das Zivildienstgesetz. Das Parlament hatte im vergangenen Jahr eine Reform beschlossen, die die Alternative zum Militärdienst weniger attraktiv machen soll, um die Zahl der Zivildienstleistenden zu senken.
Diese Nachricht wurde am 14.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
