Schweiz
Volksabstimmungen über Begrenzung der Zuwanderung und Zivildienstgesetz

In der Schweiz ist in diesen Minuten eine Volksabstimmung über eine Begrenzung der Einwohnerzahl auf 10 Millionen zu Ende gegangen.

    Ein Abstimmungsplakat der SVP zur Volksinitiative "Keine 10-Millionen-Schweiz!" in der Gemeinde Oberdorf im Kanton Nidwalden.
    Abstimmungsplakat zur Volksinitiative "Keine 10-Millionen-Schweiz!" (KEYSTONE / dpa / Urs Flueeler)
    Erste Hochrechnungen sollen in etwa einer halben Stunde vorliegen. Das Referendum war von der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei initiiert worden. Die SVP will die aus ihrer Sicht unkontrollierte Zuwanderung einschränken. Derzeit hat die Schweiz etwa 9,1 Millionen Einwohner. Würde die Initiative angenommen, müssten ab einer Einwohnerzahl von 9,5 Millionen Maßnahmen im Asylbereich und beim Familiennachzug ergriffen werden. Sollte das nicht ausreichen, soll auch die mit der EU vertraglich geregelte Freizügigkeit beendet werden. Die Regierung und die meisten anderen Parteien lehnen eine Bevölkerungs-Obergrenze ab und warnen vor gravierenden Folgen für das Verhältnis zur EU.
    In einer weiteren Volksabstimmung entschieden die Schweizerinnen und Schweizer über das Zivildienstgesetz. Das Parlament hatte im vergangenen Jahr eine Reform beschlossen, die die Alternative zum Militärdienst weniger attraktiv machen soll, um die Zahl der Zivildienstleistenden zu senken.
    Diese Nachricht wurde am 14.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.