
Das sei mehr als überfällig, sagte die Grünen-Politikerin und frühere Außenministerin der Deutschen Presse-Agentur in New York. Wer die Weltorganisation stärken wolle, dürfe das Feld nicht jenen überlassen, die die UNO abschaffen wollten. Für viele der 193 Mitgliedsländer, von denen manche keine Demokratien seien, seien Kompromisslösungen unbekannt. Die Zeiten, in denen man im diplomatischen Umgang Krisen im Konsens lösen konnte, seien vorbei. Angesichts der deutschen Kandidatur für den UNO-Sicherheitsrat, über die morgen abgestimmt wird, sagte Baerbock, das Hauptgremium für Frieden und Sicherheit müsse darauf hinwirken, dass sich alle Mitglieder an die Charta der Vereinten Nationen sowie das Völkerrecht hielten.
Die Vollversammlung entscheidet heute über Baerbocks Nachfolge. Es kandidieren der zyprische Spitzendiplomat Kakouris und der Außenminister von Bangladesch, Rahman. Baerbock hatte den Vorsitz im September vergangenen Jahres übernommen. Die Amtszeit ist auf ein Jahr begrenzt.
Diese Nachricht wurde am 02.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
