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Vom Landleben geprägt

Peter Huchel wuchs bei seinem Großvater in märkischer Landschaft auf, in Alt-Langerwisch bei Potsdam. Dieser Opa mütterlicherseits interessierte sich wenig für die Landwirtschaft, obwohl er einen ansehnlichen Hof besaß. Auf dem Heuboden hatte er sich heimlich eine Bibliothek eingerichtet und schrieb selbst Gedichte, die er dem Enkel vorlas.

Von Manfred Jäger |
    Die Welt der Kindheit mit den Mägden, Knechten, Schnittern, Ziegelstreichern hat Huchels Lyrik stark geprägt. Seine Landschaftsgedichte sparten soziale Gegensätze nicht aus.

    In der politischen Welt der DDR blieb er ein Einzelgänger. So war es höchst erstaunlich, dass er mit Kunstverstand und hohem taktischen Geschick von 1949 bis zum Jahresende 1962 eine der wichtigsten deutschen Literaturzeitschriften, "Sinn und Form", leitete. Nach dem Rauswurf durch die SED wurde er acht Jahre in seinem Haus in Wilhelmshorst isoliert und überwacht, bis er 1971 die DDR verlassen durfte. Heute vor 25 Jahren ist er in Staufen bei Freiburg im Breisgau gestorben.

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