
Wie EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen erklärte, soll die App in naher Zukunft in den 27 EU-Ländern eingeführt werden. Die App soll Pornoseiten oder Online-Netzwerke wie Tiktok, Instagram und Youtube für Kinder sperren können. Wer die App herunterlädt, muss sich ausweisen, zum Beispiel über einen Personalausweis, einen Reisepass oder eine Bankennummer. Wird dann eine Website mit einer Altersbeschränkung aufgerufen, gibt die App den Zugriff frei oder sperrt die Website, wenn der Nutzer zu jung ist.
In der Theorie gelten für die meisten Online-Netzwerke bereits Altersbeschränkungen. Nutzer müssen bei ihrer Anmeldung aber lediglich ein entsprechendes Geburtsdatum angeben, eine tatsächliche Kontrolle gibt es nicht. In Zukunft sollen die Unternehmen die neue App nach Vorstellung aus Brüssel zur Zugangsvoraussetzung machen. Es gebe keine Ausreden mehr, sagte von der Leyen.
Manche Beobachter sehen in der App eine Möglichkeit, auf die umstrittenen Pläne in der Politik für ein Verbot Sozialer Medien für Kinder und Jugendliche verzichten oder diese zumindest abschwächen zu können.
Diese Nachricht wurde am 15.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
