Brüssel
Von der Leyen fordert Freilassung im Iran festgenommener Demonstranten

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat die sofortige Freilassung aller festgenommenen Demonstranten im Iran und die vollständige Wiederherstellung des Internetzugangs in dem Land gefordert.

    Eine Protestaktion vor einem Geschäft in der iranischen Stadt Kermānschāh.
    Auch gestern gab es wieder Proteste wie hier in der Stadt Kermānschāh. (IMAGO / Middle East Images / IMAGO / Kamran)
    In Sozialen Medien schrieb sie, Europa stehe fest an der Seite der Menschen im Iran, die Freiheit forderten. Von der Leyen erklärte, sie verurteile die gewaltsame Unterdrückung der legitimen Demonstrationen auf das Schärfste.
    Die iranische Führung drohte den Bürgern des Landes im Fall weiterer Proteste mit harten Repressalien. Der Generalstaatsanwalt sagte im Staatsfernsehen, jeder, der an den Demonstrationen teilnehme, könne als "Feind Gottes" angesehen werden. Im Iran können sogenannte "Feinde Gottes" mit dem Tod bestraft werden.
    Nach Berichten von Aktivisten haben sich ungeachtet der Drohungen wieder Menschen auf den Straßen von Teheran versammelt.
    Diese Nachricht wurde am 10.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.