
Die geplante Freigabe der Meerenge für die kommerzielle Schifffahrt sei für die regionale Stabilität und die Weltwirtschaft von entscheidender Bedeutung. Vom chinesischen Außenministerium hieß es, man hoffe, dass die USA und der Iran die vorläufige Absichtserklärung wie geplant unterzeichneten und die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus so bald wie möglich wiederhergestellt werde.
Hoffnung auf schnelle Entspannung bei Inflation und Ölmärkten gedämpft
Die Bundesregierung bekräftigte die Notwendigkeit einer gebührenfreien Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Die Meerenge müsse dauerhaft und uneingeschränkt für die freie Schifffahrt geöffnet werden, sagte ein Regierungssprecher in Berlin. Das Auswärtige Amt zeigte sich zurückhaltend. Dort hieß es, man kenne bisher noch keine Details des Abkommens. Ziel sei es nun, im direkten Kontakt mit den Partnern, dieses mit Substanz zu unterfüttern.
Bundesbankpräsident Nagel dämpfte die Hoffnung auf eine schnelle Entspannung bei der Inflation und auf den Ölmärkten. Selbst wenn die Straße von Hormus wieder befahrbar sein sollte, werde es Monate dauern, bis sich das Ölangebot normalisiert habe.
Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldete, dem Abkommen sei eine Klausel über Gebühren für die Durchfahrt hinzugefügt worden. Die USA hätten dies akzeptiert, hieß es. Aus Washington gibt es bisher keine Stellungnahme dazu. Präsident Trump hatte zuletzt jedoch betont, die erzielte Vereinbarung stelle sicher, dass die Straße von Hormus "dauerhaft gebührenfrei" bleibe.
Diese Nachricht wurde am 15.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
