Budapest
Von der Leyen: "Neuer Aufbruch in Ungarn"

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat dem neuen ungarischen Ministerpräsidenten Magyar zum Amtsantritt gratuliert.

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen steht vor einer europäischen Flagge und schaut ernst.
    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (AFP/NICOLAS TUCAT)
    Die Hoffnung und das Versprechen eines neuen Aufbruchs in Ungarn seien ein starkes Signal in schwierigen Zeiten, teilte sie auf der Plattform X mit. Auch EU-Ratspräsident Costa sprach von einem neuen Kapitel in der Geschichte des Landes. Bundeskanzler Merz erklärte, Deutschland und Ungarn seien bereits eng miteinander verbunden. Er freue sich darauf, die Beziehungen weiter auszubauen.
    Magyar wurde heute im Parlament in Budapest vereidigt. In seiner Rede sprach er vom ersten Tag eines Systemwechsels. Er versprach, nicht zu "herrschen" und Ungarn stattdessen zu dienen. Zudem kündigte er an, ehemalige Amtsträger für vergangene Missstände zur Rechenschaft zu ziehen. Die Wähler hätten das Mandat erteilt, ein neues Kapitel in der Geschichte Ungarns aufzuschlagen.
    Magyars konservative Tisza-Partei verfügt im Parlament über eine Zweidrittelmehrheit und kann somit umfassende Veränderungen voranbringen. Mit dem Wahlsieg Mitte April beendete sie die 16-jährige Regierungszeit des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Orbán.
    Diese Nachricht wurde am 09.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.