Konflikt um Grönland
Von der Leyen verlangt Achtung der Souveränität Grönlands - EU-Sondergipfel am Donnerstag

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat bei einem Treffen mit Mitgliedern des US-Kongresses gefordert, die Souveränität Grönlands und Dänemarks zu achten.

    EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen steht mit anderen Teilnehmern beim Weltwirtschaftsforum in Davos zusammen.
    EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen beim Weltwirtschaftsforum in Davos. (Archiv) (AFP / FABRICE COFFRINI)
    Dies sei für die transatlantischen Beziehungen von größter Bedeutung, sagte von der Leyen nach der Zusammenkunft beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
    Zuvor hatte Bundeskanzler Merz die Androhung von Strafzöllen durch US-Präsident Trump zurückgewiesen. Er wolle am Mittwoch in Davos mit Trump ins Gespräch kommen, sagte er. SPD-Chef und Finanzminister Klingbeil erklärte bei einem Besuch seines französischen Kollegen Lescure in Berlin, Europa lasse sich nicht erpressen und bereite mögliche Gegenmaßnahmen vor. Am Donnerstag wollen die europäischen Staats- und Regierungschefs bei einem Sondergipfel über eine Antwort auf Trumps Drohungen beraten.
    US-Finanzminister Bessent warnte die EU davor, Vergeltungszölle zu verhängen. Er halte das für sehr unklug, sagte er in Davos. Bessent bestritt zudem, dass Trumps Position im Grönland-Konflikt mit dem Nicht-Erhalt des Friedensnobelpreises zu tun habe. Der US-Präsident selbst hatte sich Medienberichten zufolge allerdings in einer Nachricht an den norwegischen Ministerpräsidenten Støre dementsprechend geäußert.
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.