Landtagswahl in Rheinland-Pfalz
Vorläufiges Endergebnis: CDU gewinnt klar vor SPD

Die CDU hat die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz klar gewonnen. Laut vorläufigem Endergebnis erhielt sie 31 Prozent der Stimmen und damit rund 3 Punkte mehr als bei der letzten Wahl. Die SPD kam auf 25,9 Prozent und verlor knapp 10 Punkte.

    Gordon Schnieder steht vor einer türkisfarbenen Wand und spricht in ein Mikrofon. Er ballt die linke Faust und lächelt.
    CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder nach der Wahl (picture alliance / dts-Agentur)
    Drittstärkste Kraft wurde mit 19,5 Prozent die AfD, die ihr Ergebnis mehr als verdoppelte. Die Grünen verzeichneten leichte Verluste und erreichten 7,9 Prozent. Nicht im Landtag in Mainz vertreten sind die Linke mit 4,4 Prozent, die Freien Wähler mit 4,2 Prozent und die FDP mit 2,1 Prozent. Auch BSW, Tierschutzpartei, Volt und ÖDP blieben deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde. Die Wahlbeteiligung lag bei 68,5 Prozent.

    Schnieder strebt schwarz-rotes Bündnis an

    CDU-Spitzenkandidat Schnieder erklärte, er strebe ein Regierungsbündnis mit der SPD an. Man wolle eine Koalition in der demokratischen Mitte bilden. Der abgewählte Ministerpräsident Schweitzer erklärte, er werde einem schwarz-roten Kabinett nicht angehören. Er äußerte sich zudem kritisch zur Rolle der Bundespartei im Wahlkampf: Die SPD habe keinen Rückenwind gegeben. "Es war, als würde ich einen Sprint gegen den Berg laufen", sagte Schweitzer der Zeitung "Rheinpfalz". Angesichts dessen sei seine Partei noch weit gekommen.

    Bundes-SPD räumt Mitverantwortung ein

    In Berlin beraten die Spitzengremien der Parteien heute über die Wahlergebnisse. Die SPD-Parteivorsitzende Bas räumte noch am Abend eine Mitverantwortung der Bundespartei für die Niederlage ein. Man müsse darüber reden, ob der eingeschlagene Weg der richtige sei, betonte Bas.
    Co-Parteichef Klingbeil sagte, es werde nun Personaldebatten geben und die müsse man führen. Er werde sich nicht wegducken. Bundesverteidigungsminister Pistorius erteilte Personalfragen hingegen eine Absage: Man stehe angesichts der Weltlage und der Herausforderungen in Deutschland vor anderen Problemen, sagte Pistorius der Deutschen Presse-Agentur.

    Spahn: Wahlsieg der CDU gibt Rückenwind

    Unionsfraktionschef Spahn sagte, der Wahlsieg der CDU in Rheinland-Pfalz gebe Rückenwind. Man dürfe in Berlin nun nicht nachlassen. Der AfD-Vorsitzende Chrupalla betonte, das Ergebnis in Rheinland-Pfalz sei das beste, das seine Partei je in einem westdeutschen Bundesland erreicht habe. Die Grünen-Vorsitzende Brantner sprach von einem guten Ergebnis, man hätte in Mainz aber gerne weiter regiert.

    FDP-Generalsekretärin Büttner enttäuscht

    FDP-Generalsekretärin Büttner zeigte sich enttäuscht über das Ausscheiden ihrer Partei aus dem Landtag. Nun bekomme man wie auf Bundesebene eine - Zitat - "Weiter so"-Konstellation. Der Linken-Vorsitzende van Aken sprach trotz des verpassten Einzugs in den Landtag vom richtigen Weg, weil man das Ergebnis fast verdoppelt habe.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Wahlabend in Rheinland-Pfalz: CDU gewinnt klar vor SPD, AfD-Ergebnis verdoppelt (Audio)
    Interview mit dem Politologen Ulrich von Alemann: Nicht nur die Spitzenkandidaten waren wichtig in Rheinland-Pfalz (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 23.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.