
Die FDP müsse ihre Kernbotschaften wieder klar und deutlich unter die Wählerinnen und Wähler bringen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Wörtlich nannte er: "Wirtschaftliche Vernunft, Schutz der Bürgerrechte, Absage an den ideologischen Firlefanz unserer Mitbewerber." Er wolle, dass sich die verloren gegangenen Wähler wieder der FDP annäherten und nicht andersherum. Dabei unterscheide er nicht zwischen Wählern erster und zweiter Klasse, meinte der 74-jährige Kubicki, der angekündigt hat, beim Parteitag Ende Mai für den Vorsitz zu kandidieren.
Mitbewerber aus NRW
Dann will auch der nordrhein-westfälische Parteivorsitzende Höne antreten. Der 39-Jährige erklärte, die FDP brauche einen Neustart. Er freue sich auf den Wettbewerb mit Kubicki. Eine prominente Fürsprecherin hat Höne. Die Europapolitikern Strack-Zimmermann. Zu Kubicki hatte sie erklärt, es sei "nicht die Zeit für persönliche Eitelkeiten oder späte Selbstvergewisserung". Die FDP müsse von einer neuen Generation geführt werden, "nicht nur von alten Schlachtrössern", fügte die 68-Jährige hinzu.
Umgang mit AfD
Im Falle einer Wahl will Kubicki nicht mit der AfD zusammenarbeiten: "Solange ich in der FDP etwas zu sagen habe, wird es keine Koalition mit der AfD geben. Und auch jede andere Art der Zusammenarbeit schließe ich aus", sagte er dem "Tagesspiegel". Zugleich aber lehne er eine "Ausgrenzung" der Partei ab. Er wolle die rechte Partei wieder kleiner machen, "indem wir zeigen, dass die nicht viel auf der Pfanne haben", führte Kubicki aus. Zugleich wolle er die Positionen der FDP nicht davon abhängig machen, ob die AfD sie unterstütze.
So will er auch jene zurückgewinnen, die zur AfD abgewandert sind: "Ich will, dass die verloren gegangenen Wähler sich wieder uns annähern und nicht andersherum. Dabei unterscheide ich – wie auch unsere Verfassung – nicht zwischen Wählern erster und zweiter Klasse", sagte Kubicke der Deutschen Presse-Agentur.
Diese Nachricht wurde am 06.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
