Malaysia
Vorstand des Fußballverbandes nach Einbürgerungsskandal zurückgetreten

In Malaysia ist der gesamte Vorstand des Fußballverbandes FAM zurückgetreten. Hintergrund ist der Skandal um gefälschte Dokumente, mit denen im Ausland geborene Spieler in der Qualifikation zur Asienmeisterschaft eingesetzt wurden. Der Weltverband FIFA hatte deswegen bereits Sanktionen verhängt.

    Der Generalsekretär des Asiatischen Fußballverbandes (AFC), Windsor John (Mitte), spricht, während sein Stellvertreter Vahid Kardany (rechts) und der amtierende Präsident des malaysischen Fußballverbandes (FAM), Yusoff Mahadi (links), während einer Pressekonferenz im FAM-Hauptquartier in Kuala Lumpur am 28. Januar 2026 zuhören.
    Der Präsident der Football Association of Malaysia, Yusoff Mahadi (links), bei einer Pressekonferenz in Kuala Lumpur (AFP/MOHD RASFAN)
    Der Präsident der Football Association of Malaysia (FAM), Mahadi, erklärte, die Rücktritte dienten dazu, "den Ruf und die institutionellen Interessen" des Verbandes "zu schützen und das Risiko weiterer negativer Folgen zu mindern, die den malaysischen Fußball insgesamt beeinträchtigen könnten." Die FIFA und der asiatische Verband AFC hätten nun "den nötigen Spielraum", um die Führungs-, Verwaltungs- und Verfahrensangelegenheiten innerhalb der FAM unabhängig zu bewerten, zu überprüfen und gegebenenfalls anzugehen", so Mahadi weiter.
    Die FIFA hatte im September sieben im Ausland geborene Spieler für ein Jahr gesperrt. Die FAM wurde mit einer Geldstrafe von 400.000 US-Dollar belegt, weil sie "manipulierte" Dokumente vorgelegt habe. In den Unterlagen wurde behauptet, dass die Spieler malaysische Vorfahren hätten. Die vom Weltverband eingeleitete Untersuchung erfolgte nach entsprechenden Hinweisen.
    Die FAM hat gegen die Sanktionen der FIFA Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) eingelegt, wo der Fall noch nicht abgeschlossen ist.
    Diese Nachricht wurde am 28.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.