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StartseiteKölner KongressRadio goes Kunst03.03.2018

VortragRadio goes Kunst

Das Programm „Every Time A Ear di Soun“ von documenta 14 und Deutschlandfunk Kultur wollte die Welt aus der Sicht des Südens und der Künstler betrachten. Eine Zusammenfassung.

Vortrag von Marcus Gammel

Marcus Gammel (Bettina Straub / Deutschlandradio)
Marcus Gammel (Bettina Straub / Deutschlandradio)
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Kölner Kongress 2018

// Samstag, 3. März, 11 Uhr, Konferenzraum 2

"Von Athen lernen" war das erklärte Motto der documenta 14 in Kassel und Athen. Sie wollte die Welt aus der Perspektive des Südens wahrnehmen. Dazu wurde in vier Sonderausgaben das Magazin "South As A State Of Mind" herausgegeben, das ein Ort der Recherche, Kritik, Kunst und Literatur sein wollte und gleichzeitig mit der Vorbereitung der Ausstellungen entstand.

Gleichzeitig gab es aber auch ein eigenes Radioprogramm, das Marcus Gammel co-kuratierte: "Every Time A Ear di Soun": Acht Radiosender aus Griechenland, Südafrika, Kolumbien, dem Libanon, Brasilien, Indonesien, den USA und Deutschland, 50 Künstlerinnen und Künstler und 700.000 Hörer – eine Zusammenarbeit von Documenta und Deutschlandfunk Kultur. "Every Time A Ear di Soun" wollte untersuchen, wie sich Stimmen, Sprachen, Geräusche und Musik verflechten – bis in den Übergang zur Performance. Hier spielte Klang auch als partizipatives Mittel eine Rolle: Denn wo Geschichten mündlich erzählt werden, kann jeder miterzählen. Herausgekommen ist eine permanente Einladung, die liebgewonnen Gewohnheiten von Medienkonsum und –produktion auf den Kopf zu stellen.

Marcus Gammel wurde 1975 in Bremen geboren und leitet die Abteilung Radiokunst von Deutschlandfunk Kultur. Er studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Berlin, New York und Paris. Bis 2009 arbeitete er als freier Dramaturg, Journalist und Radiomacher. Seither ist er Klangkunstredakteur im Deutschlandradio und Leiter der Abteilung Radiokunst bei Deutschlandfunk Kultur.