Wirtschaft
VW-Aufsichtsrat endet ohne Klarheit zu Sparplänen - Hälfte der Modellpalette soll wegfallen

In Wolfsburg haben der Vorstand und der Aufsichtsrat von Volkswagen ihre Beratungen über die Sparpläne beendet.

    Niedersachsen, Wolfsburg: Mitarbeiter des Automobilherstellers Volkswagen AG und Mitglieder der Gewerkschaft IG Metall demonstrieren am Tag der Aufsichtsratssitzung auf dem Gelände der Volkswagen-Zentrale in Wolfsburg.
    Proteste am Volkswagen-Standort Wolfsburg (Lisi Niesner/Reuters/Pool/dpa)
    VW-Chef Blume erklärte anschließend, der Konzern werde Überkapazitäten abbauen und die Modellpallette von VW schrittweise um die Hälfte reduzieren. Angaben zu möglichen Werksschließungen und einem Stellenabbau machte Blume nicht.
    Wie das Magazin "Spiegel" berichtet, sollen vier VW-Standorte mit rund 40.000 Mitarbeitern vor dem Aus stehen. Zudem plant die Führung dem Bericht zufolge, 50.000 weitere Stellen bis 2030 zu streichen. Auch eine Senkung der Investitionen des Autobauers um 45 Milliarden Euro sei geplant.
    Beschäftigte des Autobauers hatten heute an mehr als einem Dutzend Standorten gegen die Sparpläne demonstriert. Gesamtbetriebsratschefin Cavallo kritisierte, es sei unverantwortlich, dass der Vorstand die Belegschaft weiter im Unklaren lasse.
    Die Rendite von VW ist zuletzt deutlich gesunken. Hauptgründe sind der Absatzeinbruch in China und die Sonderzölle der USA.
    Diese Nachricht wurde am 09.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.