Wolfsburg
VW-Aufsichtsratssitzung endet ohne Klarheit zu möglichen Werksschließungen

In Wolfsburg sind die Beratungen des Volkswagen-Aufsichtsrats über die Sparpläne des Automobilherstellers zu Ende gegangen. Der Konzern teilte nach der Sitzung mit, der Vorstand habe ein umfangreiches Maßnahmenpaket vorgestellt.

    Beschäftigte von Volkswagen beteiligen sich an einer Informations- und Protestaktion der IG Metall vor dem VW-Werk in Zwickau.
    Protest bei VW-Beschäftigten in Zwickau (dpa / Jan Woitas)
    Volkswagen-Chef Blume erklärte, man werde Überkapazitäten abbauen und die Modellpalette schrittweise um bis zu 50 Prozent reduzieren. Angaben zu einem weiteren Stellenabbau und möglichen Werksschließungen, über die Medien zuvor berichtet hatten, machte der Konzern nicht. An mehreren Standorten gab es Proteste gegen die Sparpläne. Betriebsratschefin Cavallo forderte Blume auf, sich im Laufe des Tages unmissverständlich zu den Gerüchten zu äußern. 
    Volkswagen muss sein Geschäftsmodell nach eigenen Angaben grundlegend neu ausrichten. Für wirtschaftliche Probleme sorgen unter anderem der Absatzeinbruch in China und die Zölle der USA. Mehrere VW-Standorte sind nicht ausgelastet. Die Produktion in Deutschland gilt wegen hoher Energiepreise und Lohnkosten im internationalen Vergleich als teuer.
    Diese Nachricht wurde am 10.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.