Unternehmenskrise
VW-Chef Blume bezeichnet harten Sparkurs als "alternativlos"

Der Chef des Automobilkonzerns Volkswagen, Blume, sieht keine Alternative zu einem harten Sparkurs in seinem Unternehmen.

    Eine Schranke sichert die Zufahrt zum Volkswagen Werk in Zwickau.
    Eine Schranke sichert die Zufahrt zum Volkswagen Werk in Zwickau. (picture alliance / dpa / Hendrik Schmidt)
    Er sagte der "Bild am Sonntag", die schwache Nachfrage in Europa und gesunkene Erträge im China-Geschäft hätten jahrzehntelange strukturelle Probleme bei VW offengelegt. Deshalb müssten die Kosten in Deutschland massiv gesenkt werden. Personalvorstand Kilian erklärte, es stehe eine "historische Weichenstellung" bevor, für die die Belegschaft bereit sein müsse, "Einschnitte hinzunehmen". Zuletzt hatte der Konzern Gehaltskürzungen um zehn Prozent gefordert.
    Aus der FDP wurden Rufe laut, die Landesregierung von Niedersachsen möge sich aus dem VW-Aufsichtsrat zurückziehen. Der niedersächsische FDP-Landeschef Kuhle sagte der Zeitung "Die Welt", Niedersachsen müsse seinen politischen Einfluss auf den Konzern reduzieren. Das Land besitzt rund 20 Prozent der Anteile an VW und verfügt über ein Vetorecht.
    Niedersachsens Ministerpräsident Weil von der SPD hatte zuletzt erklärt, er erwarte andere Alternativen als Werksschließungen. Dies entspricht auch den Forderungen der IG Metall. Die Gewerkschaft erwägt aus Protest zu Warnstreiks ab Dezember aufzurufen.
    Diese Nachricht wurde am 03.11.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.