Wirtschaft
VW-Mitarbeiter protestieren gegen Sparpläne - Konzern will ab 2031 Werke schließen und milliardenschwere Investitionen streichen

Beschäftigte des Autobauers Volkswagen haben an mehr als einem Dutzend Standorten gegen Sparpläne demonstriert.

    Ein Mitarbeiter montiert ein VW Logo an die Front eines VW Tiguan.
    Bei Volkswagen sollen Medienberichten zufolge tausende Stellen gestrichen werden. (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)
    Allein am Hauptsitz Wolfsburg nahmen mehrere hundert Mitarbeiter an einer Kundgebung teil. Gesamtbetriebsratschefin Cavallo sagte, nur ein ganzheitlicher Zukunftsplan helfe dem Konzern weiter statt reiner Kürzungen. Zur Stunde beraten Vorstand und Aufsichtsrat des Konzerns über Einsparungen. Wie das Magazin "Spiegel" berichtet, sollen vier Standorte mit rund 40.000 Mitarbeitern vor dem Aus stehen. Demnach soll die Produktion in den Werken in Zwickau und Emden in fünf Jahren auslaufen. Der Standort in Hannover soll 2032 folgen, 2034 dann das Werk der VW-Tochter Audi in Neckarsulm. Zudem plant die VW-Führung dem Bericht zufolge, 50.000 weitere Stellen bis 2030 zu streichen. Auch eine Senkung der Investitionen des Autobauers um 45 Milliarden Euro sei geplant.
    Die Rendite des Konzerns ist zuletzt deutlich gesunken. Hauptgründe sind der Absatzeinbruch in China und die Sonderzölle der USA. Den deutschen Autobauern wird zudem fehlende Innovationsbereitschaft vorgeworfen.
    Diese Nachricht wurde am 09.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.