Lateinamerika
Wachsender Druck auf Zivilgesellschaft

Der Druck auf zivilgesellschaftliche Organisationen in Lateinamerika nimmt zu.

    Das Logo von Amnesty International auf einer transparenten Schild an einer Fassade in Berlin. Es zeigt eine brennende Kerze, die mit Stacheldraht umwickelt ist.
    Amnesty International beklagt, dass in mehreren lateinamerikanischen Ländern immer mehr kritische Stimmen zum Schweigen gebracht werden (Archivbild). (IMAGO / epd / IMAGO / Christian Ditsch)
    Das teilte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International in Berlin mit. In mehreren Ländern Lateinamerikas, darunter Ecuadaor, Paraguay und Nicaragua, sind laut ihrer Analyse in den vergangenen beiden Jahren immer mehr restriktive gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen worden. Damit könnten Nichtregierungsorganisationen kontrolliert, geschwächt oder zerschlagen werden, erklärte Amnesty.
    In den untersuchten Ländern seien den neu geschaffenen oder reformierten Gesetzen oftmals Verleumdungskampagnen vorausgegangen. Betroffene Organisationen wären beispielsweise als "anti-patriotisch" oder als "ausländische Agenten" diskreditiert worden. Ziel der Gesetze sei laut Amnesty-Direktorin für Nord- und Südamerika, Piquer, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen.
    Diese Nachricht wurde am 23.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.