Bundesaußenminister
Wadephul äußert sich skeptisch zu Trumps "Friedensrat" und betont Bedeutung der UNO

Bundesaußenminister Wadephul hat sich skeptisch zu den Plänen von US-Präsident Trump für einen sogenannten internationalen "Friedensrat" geäußert.

    Bundesaußenminister Wadephul und Musalia Mudavadi, Außenminister und Premierminister der Republik Kenia, sitzen nebeneinander.
    Bundesaußenminister Wadephul in Kenia mit Musalia Mudavadi, dem Außenminister und Premierminister (Sebastian Gollnow / dpa / Sebastian Gollnow)
    Der CDU-Politiker sagte bei einem Besuch in Kenia, es gebe bereits einen Friedensrat, und das seien die Vereinten Nationen. Wadephul räumte zugleich ein, dass die UNO reformiert und effektiver gemacht werden müsse. Zuvor hatte bereits die Präsidentin der UNO-Vollversammlung und Wadephuls Amtsvorgängerin, Baerbock, deutlich gemacht, dass sie den "Friedensrat" für unnötig hält.
    Trump hat bislang zahlreiche aktuelle sowie ehemalige Staats- und Regierungschefs zur Mitgliedschaft in dem Gremium eingeladen. Heute gab der israelische Premierminister Netanjahu seine Zustimmung. Der "Friedensrat" soll laut Trump die Nachkriegs-Ordnung im Gazastreifen überwachen. Kritiker werfen dem US-Präsidenten aber vor, die Einrichtung zu einer auf ihn selbst zugeschnittenen Alternative zur UNO ausbauen zu wollen.
    Diese Nachricht wurde am 21.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.