NATO-Treffen
Wadephul: Deutschland bewegt sich auf fünf Prozent Rüstungsausgaben zu

Bundesaußenminister Wadephul hat angekündigt, dass die Bundesregierung in diesem Jahr vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und Sicherheit ausgeben wird.

    Johann Wadephul (CDU), Außenminister, spricht bei einer Pressekonferenz vor dem Treffen der binationalen Kommission.
    Johann Wadephul (CDU) verkündete die Steigerung von verteidigungsrelevanten Ausgaben. (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Zudem bewege sich die Bundesregierung auf die fünf Prozent zu, sagte Wadephul bei einem Treffen der NATO-Außenminister im schwedischen Helsingborg. Die Bündnispartner hatten vergangenes Jahr beschlossen, ihre verteidigungsrelevante Ausgaben bis zum Jahr 2035 auf fünf Prozent anzuheben. Wadephul kündigte eine engere Zusammenarbeit der Rüstungsindustrien Europas und der Ukraine an. Der künftige Bedarf der Ukraine solle kontinuierlich durch europäische NATO-Partner und Kanada finanziert werden.
    Mit Blick auf den angekündigten ⁠Abzug ⁠von US-Truppen ⁠aus Deutschland betonte Wadephul, es sei stets ⁠klar gewesen, dass Washington Einheiten verlegen ⁠werde. Er begrüßte ‌die Entscheidung von US-Präsident Trump, 5.000 Soldaten in Polen zu stationieren. Auch NATO-Generalsekretär Rutte äußerte sich positiv dazu. Unklar ist, ob es sich dabei um eine Verlegung von in Deutschland stationierten Soldaten handelt.
    Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.