Migration
Wadephul stellt sich hinter März-Äußerungen zu angestrebten Rückkehrzahlen von Syrern

Außenminister Wadephul hat sich hinter die Äußerungen von Bundeskanzler Merz zu den angestrebten Zahlen zurückkehrender Syrer gestellt.

    Syrische Flüchtlinge gehen mit Koffern und Taschen durch die Ankunftshalle eines deutschen Flughafens.
    Syrische Flüchtlinge kommen in Deutschland an (Archivbild). (picture alliance / dpa / Holger Hollemann)
    Merz hatte gestern bei einem Besuch des syrischen Übergangspräsidenten al-Scharaa erklärt, dass binnen drei Jahren 80 Prozent der mehr als 900.000 Syrer aus Deutschland in ihr Heimatland zurückkehren sollten. Dazu sagte Wadephul, natürlich sei dies das Ziel der Bundesregierung.
    Zuvor hatte es Kritik an den Äußerungen von Merz gegeben - auch vom Koalitionspartner SPD. Deren stellvertretende Bundesvorsitzende Rehlinger sagte, es sei keine kluge Idee, konkrete Zahlen und Zeiträume in den Raum zu stellen. Ähnlich äußerten sich Vertreter der Grünen, der Linken und von Flüchtlingsverbänden. Merz selbst relativierte die Aussage heute und sagte, die Zahlen gingen auf den syrischen Präsidenten zurück. Die Bundesregierung sei sich der Dimension der Aufgabe bewusst.
    Diese Nachricht wurde am 31.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.