Israel-Besuch
Wadephul warnt vor Schwächung von Palästinensischer Autonomiebehörde

Bundesaußenminister Wadephul ‌hat bei einem Besuch in Israel vor einer Schwächung ⁠der Palästinensischen Autonomiebehörde gewarnt.

    Johann Wadephul (CDU), Bundesaußenminister, und sein israelischer Amtskollege Gideon Saar geben eine Pressekonferenz im israelischen Außenministerium in Jerusalem.
    Außenminister Wadephul trifft israelischen Amtskollegen Saar. (picture alliance/dpa/Cindy Riechau)
    Dies ⁠diene nicht der Sicherheit Israels, sagte Wadephul in Jerusalem. Vielmehr könne dadurch ein Vakuum entstehen, das radikalere Kräfte füllen könnten. Die Autonomiebehörde sei zwar reformbedürftig, benötige jedoch die ihr zustehenden Steuer- und Zolleinnahmen für grundlegende Dienstleistungen. Die israelische Regierung müsse die Gelder freigeben.
    Wadephul unterzeichnete bei seinem Besuch auch ein Abkommen mit Israel, in dem sich Deutschland verpflichtet, bis 2030 jährlich fünf Millionen Euro für die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zur Verfügung zu stellen. Die jährliche finanzielle Unterstützung verfünffacht sich damit.
    Diese Nachricht wurde am 07.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.