Sudan-Konferenz
Wadephul wirbt für mehr Engagement für Sudan

Vor der Sudan-Konferenz in Berlin hat Bundesaußenminister Wadephul die internationale Gemeinschaft zu mehr Anstrengungen aufgerufen.

    Außenminister Johann Wadephul (CDU) spricht auf einer Pressekonferenz im Auswärtigen Amt.
    Bundesaußenminister Wadephul (picture alliance / dpa / Markus Lenhardt)
    Die Katastrophe im Sudan dürfe nicht vergessen werden, sagte Wadephul im Deutschlandfunk. Die Konferenz könne ein substanzieller Beitrag dazu sein, dass der Konflikt weiter wahrgenommen werde. Wadephul äußerte sich optimistisch, dass die Hilfszusagen den Betrag der letzten Geberkonferenz in Höhe von einer Milliarde US-Dollar übersteigen werden. Auch von Deutschland verlangte er mehr Engagement. Der Obmann für Menschenrechte der Grünen im Bundestag, Mijatovic, forderte im Deutschlandfunk, die Zivilbevölkerung im Sudan vor Angriffen zu schützen. Der Leiter des Berliner Büros des UNO-Welternährungsprogramms, Frick, warb für eine bessere Finanzierung, um die Menschen unterstützen zu können.
    In Berlin findet heute die dritte internationale Konferenz für das Bürgerkriegsland Sudan statt. Daran nehmen Außenminister mehrerer Länder und zivile Akteure teil. Das Bundesentwicklungsministerium sagte für dieses Jahr zusätzliche 20 Millionen Euro zu. Seit drei Jahren gibt es im Sudan Kämpfe zwischen der regulären Armee und paramilitärischen Kräften. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als 33 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen.
    Diese Nachricht wurde am 15.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.