Bundesaußenminister
Wadephul zu Angriffen auf Iran: "Erhebliche völkerrechtliche Fragen" - aber Verweis auf iranisches Raketenprogramm

Bundesaußenminister Wadephul hat mit Blick auf die Angriffe der USA und Israels auf den Iran erhebliche völkerrechtliche Fragen eingeräumt.

    Außenminister Johann Wadephul (CDU) bei einem Pressestatement an einem Flughafen ist umringt von Journalisten.
    Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) (picture alliance / dpa / Marcus Brandt)
    Zugleich müsse man aber berücksichtigen, dass die iranische Staatsführung Russland, die Hisbollah im Südlibanon, die Hamas im Gazastreifen und die Huthi-Miliz im Jemen unterstützt habe, sagte Wadephul im Deutschlandfunk. Der Iran habe sich zudem den Staatsauftrag gegeben, Israel zu zerstören und auszulöschen. Mit Blick auf die Rechtfertigung eines Präventivschlags sagte der CDU-Politiker, dass es im Iran ein erhebliches ballistisches Raketenprogramm gebe.
    Zuvor hatte bereits Bundeskanzler Merz von einem Völkerrechtsdilemma gesprochen. Linken-Fraktionschef Pellmann kritisierte, Israel und die USA missachteten mit den Angriffen das Völkerrecht und riskierten katastrophale Folgen für die gesamte Region. Der Grünen-Abgeordnete Hofreiter nannte die Angriffe völkerrechtlich fragwürdig, schränkte aber ein, dass es sich im Iran um ein "extrem verbrecherisches Regime" handle.
    Diese Nachricht wurde am 02.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.