
Die Insekten verbrennen ihre lebenswichtigen Fettreserven bei höheren Temperaturen schneller. Das könne ihre Fortpflanzung und ihre Überlebenschancen beeinflussen, hieß es.
Für das Experiment beobachtete ein Team des Biozentrums der Universität fünf wild lebende Bienen- und Wespenarten aus Bayern, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten schlüpfen. Insgesamt sammelten die Forscherinnen und Forscher fast 15.000 Insekten in Winterruhe aus 160 Regionen im Freistaat und zog sie an der Universität unter kalten, warmen und heißen Frühjahrsbedingungen auf.
"Unsere Daten zeigen, dass Insekten aus kühleren Regionen besonders anfällig für warme Frühjahre sind", sagte Erstautorin Cristina Ganuza. "Sie verlieren schneller ihre Energiereserven und haben dadurch schlechtere Startbedingungen." Die Forscher wollen nun klären, wie genau zusätzliche extreme Hitzetage das Schlüpfen beeinflussen, wie schnell Populationen sich an veränderte Temperaturen anpassen können und welche Folgen die Energiereserven der Insekten für deren Bestäubungsleistung haben.
Diese Nachricht wurde am 13.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
