Iran-Krieg
Waffenruhe bereits brüchig

Die Waffenruhe im Iran-Krieg erweist sich bereits als brüchig.

    Eine Karte zeigt die Straße von Hormus.
    Die Straße von Hormus (picture alliance / Andre M. Chang)
    Israel weitete seine Offensive gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon aus. Mehr als 100 Kommandostellen und Stützpunkte der mit dem Iran verbündeten Miliz wurden nach israelischen Angaben beschossen. Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden mindestens 182 Menschen getötet. Das israelische Militär teilte mit, man werde den Einsatz gegen die Hisbollah fortsetzen. Regierungschef Netanjahu betonte, die Feuerpause gelte nur für den Konflikt mit dem Iran, nicht aber für den Libanon. Ähnlich äußerte sich US-Präsident Trump. Pakistan, das die Waffenruhe vermittelt hatte, erklärte dagegen, dass diese auch für den Libanon gelte.
    Der Iran reagierte auf die israelischen Angriffe mit einer erneuten Sperre der Straße von Hormus. Die Hisbollah-Miliz teilte mit, dass als Reaktion auf Israels Verstoß gegen die Waffenruhe in der Nacht der Kibbuz Manara im Norden Israels beschossen worden sei. Die Gegenangriffe auf Israel würden so lange fortgesetzt, bis die israelisch-amerikanische Aggression aufhöre.
    Diese Nachricht wurde am 09.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.