Parlamentswahl im Kosovo
Wahlbehörde ordnet Neuauszählung der Stimmen an

Drei Wochen nach der Parlamentswahl im Kosovo haben die Wahlbehörden eine Neuauszählung aller Stimmen angeordnet.

    Eine Frau füllt in einem Wahllokal in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo, einen Wahlzettel für die Parlamentswahl aus.
    Die Stimmen müssen nach der Parlamentswahl im Kosovo neu ausgezählt werden. (picture alliance / Anadolu / Erkin Keci)
    Zur Begründung erklärte der Vorsitzende der Wahlkommission, bei Teilen der Auszählung sei "ein hohes Maß an Ungenauigkeiten" festgestellt worden. Die Generalstaatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben Ermittlungen wegen möglicher "Straftaten im Zusammenhang mit dem Wahlprozess" eingeleitet.
    Bei der vorgezogenen Parlamentswahl Ende Dezember hatte die Selbstbestimmungs-Partei von Ministerpräsident Kurti vorläufigen Ergebnissen zufolge mehr als 51 Prozent der Stimmen geholt. Wegen Unstimmigkeiten hatte die Wahlkommission bereits daraufhin angeordnet, die Stimmzettel in mehreren Gemeinden neu auszuzählen. Durch die vollständige Neuauszählung wird sich die Bekanntgabe eines gültigen Wahlergebnisses und die Bildung einer neuen Regierung voraussichtlich um mehrere Wochen verzögern.
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.