Montag, 16. Mai 2022

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Wahlerfolg für die AfD
Die Folge von Merkels Flüchtlingspolitik?

Politisch zählt Mecklenburg-Vorpommern nicht eben zu den politischen Schwergewichten. 1,3 Millionen Wähler leben dort – so viel wie in Hamburg. Und doch war das in Schwerin alles andere als eine stinknormale Landtagswahl. Das Ergebnis ist vor allem für die CDU ein Desaster: Zum ersten Mal liegt die "Anti-Merkel-Partei" vor der Merkel-Partei.

Moderation: Jasper Barenberg | 05.09.2016

Der Spitzenkandidat der Partei Alternative für Deutschland (AfD), Leif-Erik Holm (r) und der Spitzenkandidat der CDU, Lorenz Caffier.
Der Spitzenkandidat der Partei Alternative für Deutschland (AfD), Leif-Erik Holm (r) und der Spitzenkandidat der CDU, Lorenz Caffier. (dpa-Bildfunk / Pool / Christian Charisius)
Weil Angela Merkel hier ihren Wahlkreis hat, weil sie vor einem Jahr ihren inzwischen legendären Satz sagte: "Wir schaffen das" und weil die AfD gewissermaßen im Wohnzimmer der Kanzlerin zum Aufstand der Wählerinnen und Wähler gegen die Flüchtlingspolitik gerufen hat – ein Jahr vor der Bundestagswahl.
Das Ergebnis ist vor allem für die CDU ein Desaster: In Schwerin landen die Christdemokraten auf dem dritten Platz, hinter SPD und AfD. Zum ersten Mal liegt die "Anti-Merkel-Partei" vor der Merkel-Partei. Die Linkspartei verliert kräftig, die Grünen fliegen gar aus dem Landtag.
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Studiogäste:
  • Armin Paul Hampel (AfD), Vorsitzender Landesverband Niedersachsen
  • Mike Mohring (CDU), Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag
  • Martina Renner (Die Linke), Mitglied im Innenausschuss