Ihre ersten Opfer sind dabei, der Ex-Spion Alexander Litwinenko und die regimekritische Journalistin Anna Politkowskaja. Ein mysteriöser Gifttod und ein Auftragsmord zur rechten Zeit. Man müsse besorgt sein über die vorsätzlichen Tötungen im Zusammenhang mit internationalen Ereignissen, an denen Putin teilnehme, erklärte jüngst Putins europapolitischer Berater Sergej Jastrschembski. So überschatte der Auftragsmord an der Journalistin Politkowskaja im Oktober den Deutschlandbesuch des russischen Präsidenten. Der Ex-Spion starb kurz vor dem Russland-Gipfel der Europäischen Union.
Das schadet Putin im Westen und bringt seine Führung in Misskredit. Dass er selbst der Auftraggeber sein könnte, bezweifeln seine Gegner und Anhänger gleichermaßen. Dafür ist der Ex-Geheimdienstler zu clever. Doch die Verantwortung dafür trägt er allemal. Von Anbeginn seiner Präsidentschaft umgab er sich mit Militärs und Geheimdienstlern, die meist bei der Privatisierung des russischen Reichtums Anfang der 90er zu kurz gekommen waren.
Das wollten sie ändern, auf russische Art: "Stiehl das Gestohlene!". Kremlkritische Oligarchen standen dabei ganz oben auf der Liste. Angriffsfläche bieten alle, denn keiner von ihnen ist in der russischen Phase des Raubtierkapitalismus legal zu Reichtum gekommen. Der milliardenschwere Ölmagnat und Putin- Gegner Michael Chodorkowski wurde wegen Steuerhinterziehung für neun Jahre ins Gefängnis gebracht. Seinen Konzern Yukos schluckte der Kreml. Eine Warnung an alle anderen Oligarchen. Sie öffneten ihre Konzern-Vorstände für Topberater des Präsidenten und seine Minister - als Schutzpatrone. Der Kreml hat die Wirtschaft fest im Griff und seine Vertreter verdienen dabei prächtig. Alles unter den Augen des Präsidenten. Selbst von Wladimir Putin wird gemunkelt, dass seine neue Heimat nach 2008 Gazprom werden könnte. Niemand würde sich über den Wechsel des Kremlchefs an die Spitze des größten und reichsten Konzerns in Russland wundern.
Während Putin dem Ende seiner zweiten und letzten Amtszeit gelassen entgegenzusehen scheint, sind bei seinen Untergebenen die Nachfolgekämpfe in vollem Gange. Sie müssen absichern, dass sie ihre einmal übernommen wirtschaftlichen und machtpolitischen Ressourcen nach der Wahl nicht wieder verlieren. Geheimdienstler und Oligarchen mischen dabei kräftig mit.
Politexperten haben zwei Gruppen im Kreml ausgemacht: Eine wird vom düsteren Igor Sechin angeführt, Vizechef des Präsidialamtes. Sechin ist eine alte Geheimdienstseilschaft Putins und soll eine nationalistische Gruppe aus Militärs und Geheimdienstlern anführen. Oligarchen mit ihren globalen Wirtschaftsinteressen sind für Sechin potentielle "antinationale" Gesellen und schädlich für Russland. Die zweite Fraktion schart sich um den smarten Dmitri Medwedew, zu ihr sollen neben Kremlleuten, auch einige der mächtigsten Oligarchen gehören.
Verteilungskämpfe toben in Russland, wie zu den wilden Neunzigerjahren. Auftragsmorde stehen dabei wieder auf der Tagesordnung, das russische Innenministerium geht offiziell von 5 bis 800 allein in diesem Jahr aus. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.
Gewalt ist wieder ein probates Mittel geworden, um Probleme zu lösen und Gegner mundtot zu machen. Die jüngsten Fälle: Die Ermordung des Zentralbank-Vize-Chefs Alexej Koslow, der Auftragsmord an der kremlkritischen Journalistin Anna Politkowskaja und der mysteriöse Gifttod des Ex-Spion Alexander Litwinenko. Wer wird der nächste sein? – fragen sich nicht nur Putin- Gegner. Fest steht nur, es wird weitere Anschläge geben. Wahlkampf auf Russisch.
Das schadet Putin im Westen und bringt seine Führung in Misskredit. Dass er selbst der Auftraggeber sein könnte, bezweifeln seine Gegner und Anhänger gleichermaßen. Dafür ist der Ex-Geheimdienstler zu clever. Doch die Verantwortung dafür trägt er allemal. Von Anbeginn seiner Präsidentschaft umgab er sich mit Militärs und Geheimdienstlern, die meist bei der Privatisierung des russischen Reichtums Anfang der 90er zu kurz gekommen waren.
Das wollten sie ändern, auf russische Art: "Stiehl das Gestohlene!". Kremlkritische Oligarchen standen dabei ganz oben auf der Liste. Angriffsfläche bieten alle, denn keiner von ihnen ist in der russischen Phase des Raubtierkapitalismus legal zu Reichtum gekommen. Der milliardenschwere Ölmagnat und Putin- Gegner Michael Chodorkowski wurde wegen Steuerhinterziehung für neun Jahre ins Gefängnis gebracht. Seinen Konzern Yukos schluckte der Kreml. Eine Warnung an alle anderen Oligarchen. Sie öffneten ihre Konzern-Vorstände für Topberater des Präsidenten und seine Minister - als Schutzpatrone. Der Kreml hat die Wirtschaft fest im Griff und seine Vertreter verdienen dabei prächtig. Alles unter den Augen des Präsidenten. Selbst von Wladimir Putin wird gemunkelt, dass seine neue Heimat nach 2008 Gazprom werden könnte. Niemand würde sich über den Wechsel des Kremlchefs an die Spitze des größten und reichsten Konzerns in Russland wundern.
Während Putin dem Ende seiner zweiten und letzten Amtszeit gelassen entgegenzusehen scheint, sind bei seinen Untergebenen die Nachfolgekämpfe in vollem Gange. Sie müssen absichern, dass sie ihre einmal übernommen wirtschaftlichen und machtpolitischen Ressourcen nach der Wahl nicht wieder verlieren. Geheimdienstler und Oligarchen mischen dabei kräftig mit.
Politexperten haben zwei Gruppen im Kreml ausgemacht: Eine wird vom düsteren Igor Sechin angeführt, Vizechef des Präsidialamtes. Sechin ist eine alte Geheimdienstseilschaft Putins und soll eine nationalistische Gruppe aus Militärs und Geheimdienstlern anführen. Oligarchen mit ihren globalen Wirtschaftsinteressen sind für Sechin potentielle "antinationale" Gesellen und schädlich für Russland. Die zweite Fraktion schart sich um den smarten Dmitri Medwedew, zu ihr sollen neben Kremlleuten, auch einige der mächtigsten Oligarchen gehören.
Verteilungskämpfe toben in Russland, wie zu den wilden Neunzigerjahren. Auftragsmorde stehen dabei wieder auf der Tagesordnung, das russische Innenministerium geht offiziell von 5 bis 800 allein in diesem Jahr aus. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.
Gewalt ist wieder ein probates Mittel geworden, um Probleme zu lösen und Gegner mundtot zu machen. Die jüngsten Fälle: Die Ermordung des Zentralbank-Vize-Chefs Alexej Koslow, der Auftragsmord an der kremlkritischen Journalistin Anna Politkowskaja und der mysteriöse Gifttod des Ex-Spion Alexander Litwinenko. Wer wird der nächste sein? – fragen sich nicht nur Putin- Gegner. Fest steht nur, es wird weitere Anschläge geben. Wahlkampf auf Russisch.