
Er sagte in Budapest, das Land habe keine Zeit zu verlieren. Die Ungarn hätten für einen "vollständigen Regimewechsel" gestimmt. Mit Blick auf den noch amtierenden Regierungschef Orbán fügte er hinzu, Ungarn sei geplündert, ausgeraubt und ruiniert worden. Als eine der ersten Maßnahmen kündigte der bisherige Oppositionsführer Maßnahmen gegen Korruption an. Zudem werde man die Gewaltenteilung wiederherstellen.
Änderungen soll es auch in der Ukraine-Politik geben. Magyar signalisierte, dass der 90-Milliarden-Euro-Kredit der EU an Kiew nicht an seinem Land scheitern werde. Im Gegensatz zu Orbán werde er kein Veto einlegen. Allerdings sollte Ungarn aufgrund der eigenen Finanzkrise nicht zu den Geldgebern gehören.
Magyars Tisza-Partei hatte bei der gestrigen Wahl rund 53 Prozent der Stimmen auf sich vereint. Aufgrund der Besonderheiten des ungarischen Wahlrechts reicht dies für eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament. Damit ist es möglich, die Verfassung zu ändern und weitreichende Reformen anzustoßen. Orbáns Fidesz-Partei kam auf 38 Prozent der Stimmen. Orbán hatte Ungarn die letzten 16 Jahre regiert.
Diese Nachricht wurde am 13.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
