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Wahlsystem USADie defekte Demokratie

Nach der amerikanischen Präsidentschaftswahl im November war die Überraschung groß: Entgegen aller Umfragen gewann der Republikaner Donald Trump. Wie konnten sich die Meinungsforscher nur so irren? - Der amerikanische Journalist Greg Palast meint: Vielleicht haben sie sich gar nicht geirrt.

Von Thomas Reintjes | 20.01.2017

Der US-Journalist Greg Palast spricht bei einer Demonstration von Umweltaktivisten in New York.
Der US-Journalist Greg Palast spricht bei einer Demonstration von Umweltaktivisten in New York. (imago / ZUMA Press)
Vielmehr hätten Wahlämter und Politiker vor allem in republikanisch dominierten Bundesstaaten in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass Afroamerikaner und Angehörige anderen Minderheiten systematisch vom Wählen abgehalten oder ganz um ihr Wahlrecht gebracht wurden. Wenn etwa der gleiche Name in Wählerverzeichnissen verschiedener Bundesstaaten auftauchte, wurden Wähler in vielen Fällen einfach gestrichen - weil man unterstellte, dass sich der Wähler zweimal registriert haben könnte. Eine Anhörung oder weitere Recherche fand nicht statt.
Afroamerikaner, asiatische Amerikaner oder Indigene haben besonders häufig gleichlautende Namen. Greg Palast schätzt, dass so bis zu eine Million Amerikaner bei der letzten Präsidentschaftswahl ihrer Stimme beraubt wurden. Thomas Reintjes hat Greg Palast nach der Wahl begleitet und mit ihm vermeintliche Mehrfachwähler und Wahlbetrüger besucht.
Das Manuskript zum Download und Nachlesen: