
Der Buckelwal hat sich auch in der Nacht nicht von der Stelle bewegt. Der Meeressäuger lag am Morgen laut Wasser-Polizei an unveränderter Position in der Kirchsee-Bucht. Die Hoffnungen, dass er sich doch aus eigenem Antrieb befreit und den Weg ins tiefere Wasser findet, wurden nicht erfüllt. Ob das Tier noch lebt, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen: "Die Bootsbesatzung heute Nacht war nicht nah genug dran, um zu sehen, ob er noch atmet oder nicht".
Es ist das vierte Mal, dass sich der Wal in den vergangenen Wochen an der Ostseeküste festschwamm. Die Rettungsversuche für das geschwächte Tiers waren am Mittwoch eingestellt worden. Rund um den Wal wurde eine Sperrzone von 500 Metern eingerichtet, die laut Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Backhaus streng kontrolliert wird. Auch Drohnenflüge seien untersagt. Etwaige Verstöße würden als Ordnungswidrigkeit geahndet.
Wal irrt seit einem Monat umher
Seit Anfang März war der Meeressäuger nach Angaben der Behörden immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht, zunächst im Hafen von Wismar. In der Nacht zum 23. März strandete er auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein. Letztlich gelang es dem Tier, das flache Wasser zu verlassen, nachdem Helfer eine Rinne ausgehoben hatten. Danach nahm er aber nicht Kurs aufs offene Meer, sondern schwamm wieder Richtung Wismar.
Sollte der Wal sterben, würde der Kadaver nach Stralsund zum Deutschen Meeresmuseum gebracht. Er würde dort untersucht werden, um die Todesursache zu bestimmen.
Diese Nachricht wurde am 02.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
